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Kreisjagdverband Kelheim e.V. | Gleislhofstraße 7c | 93339 Riedenburg info@jagd-kelheim.de

Jagdverband Kelheim - Hundewesen

Jedes Jahr im Frühjahr findet ab März ein Kurs zur Erlangung der Brauchbarkeitsprüfung statt. Der erfahrende Kursleiter Ottmar Kürzl bildet dabei Jagdhunde aller Rassen aus.

Telefon: 09441-4545, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Ausbildung

Ordnung zur Durchführung der Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde vom 25. Juni 1997

I. Grundlagen und Voraussetzungen für die Brauchbarkeit von Jagdhunden

§ 1 Die Normen für die jagdliche Brauchbarkeit ergeben sich aus den Erfordernissen des praktischen Jagdbetriebes unter besonderer Berücksichtigung des Tierschutzes und der Notwendigkeit, Qualen von bei Verkehrsunfällen zu Schaden gekommenem Wild zu vermeiden oder zu verkürzen.
Entsprechend diesem Tierschutzgedanken erfordern Art. 29 Abs.1 und Art. 39 Abs. 1 des Bayerischen Jagdgesetzes (BayJG), dass auf krankes Wild zeitgerecht und fachgemäß nachgesucht wird und dass bei bestimmten Jagdarten brauchbare Jagdhunde in genügender Zahl verwendet werden. Im Einzelfall erfordert eine tierschutz- und weidgerechte Jagdausübung, dass der Jagdhund nicht nur brauchbar im Sinn dieser Brauchbarkeitsprüfungsordnung (BPO), sondern auch für den jeweiligen Einsatz geeignet ist. Das gilt insbesondere für zu erwartende schwierige Nach- und Verlorensuchen.
Die konstitutionelle und wesensmäßige Eignung (z. B. nicht vorhandene Wildscheue) muss die Zucht garantieren. Sie wird in der Brauchbarkeitsprüfung (BP) nicht geprüft, sondern vorausgesetzt.

§ 2 Die BPO ergeht gemäß Art. 39 Abs. 3 BayJG in Verbindung mit § 21 AVBayJG.
Die Bestimmungen dieser BPO sollen die einheitliche Durchführung der Brauchbarkeitsprüfungen im Bereich des Landesjagdverbandes Bayern sicherstellen. Sie dienen gleichzeitig der Unterrichtung aller an den Brauchbarkeitsprüfungen Beteiligten.

§ 3 a) Die Kreisgruppen/Jägervereinigungen des Landesjagdverbandes Bayern (LJV) prüfen nur Jagdhunde.
Jagdhunde im Sinne dieser BPO sind: 1. Vorstehhunde,2. Schweißhunde, 3. Stöberhunde, 4. Bracken, 5. Bauhunde, 6. Apportierhunde
b) Jagdhunde dürfen zur BP grundsätzlich nur zugelassen werden, wenn sie im Zuchtbuch eines dem Jagdgebrauchshundverband (JGHV) angeschlossenen Zuchtverbandes oder -vereins eingetragen sind.
c) Im Ausland gezüchtete Jagdhunde dürfen zur BP zugelassen werden, wenn ihre Ahnentafeln von einer der Federation Cynologique International (FC.I.) angehörigen Organisation ausgestellt sind, und diese Organisation nachweislich von einem dem JGHV angeschlossenen Zuchtverein anerkannt wird.
d) Abweichend von Buchstabe b können auch Jagdhunde zur BP zugelassen werden, die von zur Zeit des Deckaktes zuchttauglichen Elterntieren verschiedener Jagdhunderassen abstammen. Ihre Identität muss nachgewiesen sein. Als Nachweis kann die Vorlage der Original-Ahnentafeln der Elterntiere angesehen werden, wenn gleichzeitig eine schriftliche Erklärung der Besitzer der Elterntiere über die Abstammung des Jagdhundes und eine Erklärung der Zuchtverbände der Elterntiere über deren Zuchttauglichkeit vorliegen.

§ 4 Die BP erstreckt sich auf die Leistungen in den unter § 13 und § 14 aufgeführten Fächern.
Für Hunde, die auf die Brauchbarkeit nur zur Nachsuche auf Schalenwild geführt werden, beschränkt sich die Prüfung auf die in § 13 und § 14 Buchstaben a und b genannten Fächer, wobei § 11 Buchstabe b zu beachten ist; eine Ergänzung dieser Prüfung um die übrigen in § 14 aufgeführten Fächer ist zulässig.

Nachsuchgespanne

Merkblatt zur Nachsuchenvereinbarung des Landesjagdverbandes Bayern e.V.

§ 22a Abs. 1 Bundesjagdgesetz


Um krankgeschossenes Wild vor vermeidbaren Schmerzen oder Leiden zu bewahren, ist dieses unverzüglich zu erlegen. Die gesetzliche Regelung des Art. 37 BayJG (Wildfolge) schränkt die Möglichkeiten der Nachsuche so stark ein, dass es ohne eine Nachsuchenvereinbarung oft kaum möglich ist, das Wild vor vermeidbaren Schmerzen und Leiden gem. obigem Grundsatz zu bewahren. Durch die Unterzeichnung der Nachsuchenvereinbarung des Landesjagdverbandes wird die Nachsuche vereinfacht und in vielen Fällen erst tierschutzgerecht möglich.

Anerkennung von Nachsuchengespannen
Verfahrensablauf: Anerkennung durch den BJV auf Vorschlag des Vorsitzenden der Kreisgruppe / Jägervereinigung einvernehmlich mit dem Obmann für das Jagdhundewesen. Der Nachsuchenführer muss nicht Mitglied des BJV sein, aber er muss einen gültigen Jagdschein besitzen.
Die Anerkennung eines Nachsuchengespannes (Nachsuchenführer mit Nachsuchenhund/en) wird gültig durch die Registrierung und Anmeldung bei der Versicherung durch den Landesjagdverband Bayern.

Der durch den Landesjagdverband ausgestellte Ausweis für anerkannte Nachsuchenführer ist mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen. Nicht mehr gültige Ausweise sind dem Landesjagdverband zurückzugeben.

Empfehlungen und Hinweise für den Nachsuchenführer
Allen Nachsuchenführern wird der Besuch der künftigen Fortbildungen und Arbeitstagungen empfohlen. Jungen Nachsuchenführern empfehlen wir, die Angebote der BJVLandesjagdschulen wie z.B. Anschussseminar oder Schweißhundeführerlehrgänge. Die Tätigkeit als Nachsuchenführer (NF) ist eine ehrenamtliche Aufgabe im Rahmen der Nachsuchenvereinbarung des BJV und des Tierschutzes.

Entschädigungsregelung:
Nachsuchenführer können gegenüber dem Auftraggeber Fahrtgeld (derzeit in Höhe von 0,30 €/km) und direkte Spesen geltend machen. Sonstige Entschädigungen können nur als Futtergeld für den Nachsuchenhund angenommen werden. Der BJV empfiehlt, Nachsuchenhunde nur bis zum 12. Lebensjahr (Höchstalter) einzusetzen.
Kopiervorlagen für detaillierte Nachsuchenberichte zum Eigengebrauch liegen dem Merkblatt bei.

Unfallverhütungsvorschriften
Der Nachsuchenführer erhält mit seinem Ausweis vom Landesjagdverband Bayern die Unfallverhütungsvorschriften zugesandt. Er hat sich genauestens an deren Inhalt zu halten.
Der Nachsuchenführer wird durch den Auftraggeber (Jagdpächter etc.) oder seinen Beauftragten als Jagdleiter bestimmt. Er hat damit Weisungsrecht bei der Nachsuche wenn weitere Personen beteiligt sind (VSG 4.4 § 5 Abs.1).

Meldeverfahren im Schadensfall
Tritt ein Versicherungsfall ein (Unfall, Beschädigung von Ausrüstung, etc.) ist der Landesjagdverband schnellstmöglich zu informieren. Eine kurze Schilderung mit den wichtigsten Daten (Ort, Datum/Zeit, Art des Schadens) ist dem BJV zu geben, Fax oder email genügt. Der BJV reicht den Schadensfall an den Versicherer weiter.
Nachsuchen über Landesgrenzen sind gem. Versicherungspolice durch die Versicherung abgedeckt. Aber: Außerhalb Bayerns gilt, wenn nicht gesondert abgeschlossen, unsere Nachsuchenvereinbarung nicht!

Bei Nachsuchenführern mit zwei oder mehr Hunden die zur Nachsuche eingesetzt werden, ist eine zusätzliche Prämie pro Hund in Höhe von 100 € einschließlich Versicherungssteuer zu berechnen.

Berichterstattung
Mit dem Formular „Nachsuchenbericht“ sind dem BJV bis zum 15.03. die Nachsuchen eines jeden Jahres zu melden. Die Meldung ist obligatorisch. Nichtmeldung kann einen Verlust des Versicherungsschutzes sowie den Entzug der Anerkennung als Nachsuchengespann nach sich ziehen.

Umsetzung in den Kreisgruppen / Jägervereinigungen
Der Austausch zwischen den‚ Kreisgruppen / Jägervereinigungen und den Nachsuchenführern sollte über den Hundeobmann oder einen Beauftragten (z.B. Nachsuchenführer) erfolgen. Die Nachsuchenführer werden über Veränderungen der an der Nachsuchenvereinbarung beteiligten Reviere über die Kreisgruppen/Jägervereinigungen informiert.

Je eine Liste und eine Karte mit Revieren, die die Nachsuchenvereinbarung unterzeichnet haben, werden bei der Kreisgruppe/Jägervereinigung und bei den Nachsuchengespannen geführt. Auch bei den Unteren Jagdbehörden sollten diese Unterlagen aufliegen. Bei Pächterwechsel (auch bei Wechsel nur eines von mehreren Pächtern) muss die Nachsuchenvereinbarung, wenn nötig, auf schriftlichen Antrag des Neupächters angepasst bzw. gekündigt werden.

Eine Liste der Nachsuchenführer der Kreisgruppe/Jägervereinigung sollte bei Unterschrift des Jagdpachtvertrages bzw. der Nachsuchenvereinbarung überreicht werden.
Den Kreisgruppen/Jägervereinigungen, Jagdgenossenschaften und unteren Jagdbehörden wird empfohlen, die Nachsuchenvereinbarung bei Neuverpachtungen zu verbreiten.

Ansprechpartner

Hundewesen

Ottmar Kürzl
Kelheim
Telefon/Fax: 09441 / 45 45
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Nachsuchgespanne

Konrad Kreitmair
Forststraße 25 (Maierhofen),93351 Painten
Telefon: 09499 / 902 050
Mobil: 0172 / 856 54 25
 
Schweisshundestation Altmühltal
Günther und Gabriele Reinelt
Hauptstr. 3, 93326 Hexenagger
Telefon: 09442 / 90 54 99
Mobil: 0176 / 25 56 36 51
  0176 / 25 59 30 22
 
Robert Semmler
Berghofener Steig 6, 93309 Thaldorf
Telefon: 09441 / 61 348
Mobil: 0176 / 23 55 57 63
 
Martin Keller
Sausthal, 93346 Ihrlerstein
Telefon: 09447 / 205
Mobil: 0172 / 53 57 683
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